• Multiplex MiniMag
 Multiplex MiniMag

Nach dem Desaster mit dem Carson Eurofighter und den anhaltenden Störungen mit meinem Twister stand mir im April 2009 entschieden der Sinn danach, etwas leichter beherrschbares zu fliegen und evtl. mich in anderer Richtung weiterzuentwickeln. Nach einiger Überlegungszeit, in der ich einige Modelle mir ansah, recherchierte und wieder verwarf, fiel meine Entscheidung dann vorerst auf einen "Resteflieger". Er sollte günstig zu bauen sein und vor allem mir etwas neues bieten. 

Meine Entscheidung fiel dann auf die Multiplex MiniMag. Als Hochdeckertrainer entwickelt ist sie leicht zu fliegen, recht eigenstabil und das Beste: ich hatte die komplette Elektronik für sie schon da. Ein reparierter Motor für die Twinstar2 diente als Antrieb, vier billigste Servos aus Hongkong für die Ruder, der Billigempfänger, der im Twister werkeln sollte machte den Empfang und als Akkus passen genau die Lipos für den Easystar und als Regler kam erstmal einer der Regler aus der gecrashten Eurofighter zum Einsatz. Knapp, nicht optimal eingestellt - aber es ging. Genialst! Der Bausatz kostete mich bei Wiggerich unter 60 Euro - selbst wenn ich das komplette Material hätte neu kaufen müssen, ich wäre bei unter 100 Euro gelandet. Sauber, denn die Neuerung dieses Fliegers: Fahrwerk und angelenktes Spornrad. Bisher habe ich alle Flieger "auf dem Bauch" gelandet, dies sollte mein erster Flieger sein, mit dem ich Landungen wie die großen Flieger es machen, lerne. Und das ist auf meiner Flugwiese nicht einfach, ist doch eine Stromleitung in nur zwei-drei Metern Abstand daneben. Da gilt es exakt zu fliegen und vor allem tief reinzukommen, denn Landeklappen hat keiner meiner Flieger.

Der Bau ging relativ flott, nur die Sache mit dem Spornrad war eine Zumutung, wenn man das wie beschrieben "einfach nachträglich" einbaut, ist das ein tierisches Gebastel. Klappte aber dann auch irgendwann und heute ist die Minimag ein strapazierfähiger netter "immer dabei" Flieger, der wenig Platz wegnimmt, langsamst beim Limbofliegen geflogen werden kann, anspruchslos ist was die Stromversorgung ist und dazu noch ein nettes Design hat. Denn sie sieht nicht so aus, wie alle anderen Minimags der Welt, sondern kommt im feschen Tarnoliv der US Army, denn optisch soll sie an eine OV1 Bird Dog erinnern. Tut sie auch und erregt damit immer wieder ein wenig Aufsehen bei Flugtagen. Ein feiner kleiner Flieger, der viel Spaß macht, bei Vollgas steigt sie sehr flott und mit ihr kann man bis auf Messerflug auch richtig Kunstflug machen - nur die Motoraufhängung hätte ich besser lösen können. Aber irgendwas ist ja immer.

 

 

Derzeitiger Zustand: Fliegt.
Flugbilder:

(Besten Dank an Dirk vom RCM Gummersbach, der auf dem EasyStar Fanpagetreffen 2009 eifrig Fotos gemacht hat!)

 

Flugvideo(s):

 

 

Letzte Aktualisierung am 01.02.2010